Vortrag | Was sich ändert, bleibt sich treu. Geschichte der Straßenumbenennungen in Rixdorf/Neukölln
MUSEUM-im-DIALOG
Wie sind unsere Straßen zu ihren Namen gekommen? Wann wird ein Name problematisch und warum werden Straßen umbenannt? Wird Geschichte ausgelöscht oder kritisch reflektiert, wenn eine Straße umbenannt wird? Und warum sind eigentlich fünf Mal mehr Berliner Straßen nach Männern als nach Frauen benannt?
Diese Fragen werden auch in Neukölln erregt diskutiert - und das nicht erst seit gestern. Seit der Umbenennung Rixdorfs in Neukölln haben immer wieder Straßen und Plätze ihren Namen gewechselt. Der Lokalhistoriker Henning Holsten beleuchtet in seinem bilderreichen Vortrag bekannte & vergessene, skandalöse & kuriose, aktuelle & erledigte Fälle. Grundsätzliche Reflektionen über Sinn & Unsinn, Zweck & Bedeutung von Straßenbe- und -umbenennungen sollen helfen, gute und schlechte Gründe für nachträgliche Korrekturen historischer Namensgebungen zu unterscheiden.
Henning Holsten macht seit fast 15 Jahren Ausstellungen, Stadtführungen und Vorträge zur Geschichte Neuköllns. Seine erste Ausstellung für das Museum Neukölln beschäftigte sich mit den Hintergründen der Umbenennung Rixdorfs 1912. Zehn Jahre später kuratierte er eine VHS-Veranstaltungsreihe zu symbolischen Straßenkämpfen im Bezirk.
MUSEUM-im-DIALOG ist das Veranstaltungsprogramm zur jeweils aktuellen Sonderausstellung, das das Museum Neukölln in Kooperation mit der VHS Neukölln konzipiert.
Zeit:
09. September 2026, 18:00 Uhr
Ort:
Museum Neukölln auf dem Gutshof
Alt-Britz 81
12359 Berlin

