CULTURE is/as/for CHANGE
Zur Wechselwirkung von Kunst, Kultur und Nachhaltigkeit
Das Symposium widmete sich der Fragestellung, wie die Potenziale von Kunst und Kultur als integraler Bestandteil eines ganzheitlichen Verständnisses von Nachhaltigkeit genutzt werden können – um auf dieser Basis Kunst und Kultur als 18. Sustainable Development Goal (SDG) verankern zu können.
Mit dem Konzept einer Kultur für nachhaltige Entwicklung (KNE) richtete das Symposium den Blick auf eine partnerschaftliche, global-gerechte Interaktion von Mensch und Umwelt. Dabei können Museen, Universitäten und auch NGOs wie der Club of Rome als innovative Leitinstitutionen (Change Agents) dienen, indem sie ihre Rolle als Wissensspeicher, als Wissensgeneratoren und Multiplikator zu einer gesamtgesellschaftlichen, nachhaltigen Wert-Schöpfungskette verbinden.
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Der Handlungsdruck steigt. Die For-Future-Bewegungen haben inzwischen auch den Wissenschafts-. Kultur- und Museumsbetrieb erreicht. Es braucht nachhaltige [sic!] und entschlossen-operative Schritte in Richtung auf eine global und ganzheitlich ausgerichtete Lebensführung; Bildung wird zum Dreh- und Angelpunkt künftiger Entwicklungen.
Wissen – das Know Why? und nicht nur das Know How ? – ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts.
Die UNESCO hat mit ihren beiden World Conferences die Bedeutung der Arts Education für globale Entwicklungen und auch für ein wachsendes Verständnis von Nachhaltigkeit gestärkt. Die Rolle von Bildung und Kultur fand so auch Eingang in die Formulierung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erhält eine zunehmend zentrale Rolle für die Gestaltung eines verantwortungsvoll geführten Lebens.
Beim Aktionsplan Kultur für nachhaltige Entwicklung können Museen und Universitäten als innovative Leitinstitutionen (Change Agents) dienen, indem sie ihre Rolle als Wissensspeicher/Wissensgeneratoren mit Partizipation und Inklusion zu einer gesamtgesellschaftlichen Wert-Schöpfungs-Kette verbinden.
Wir richten mit Kultur für nachhaltige Entwicklung (KNE) den Blick auf die partnerschaftliche, generationsübergreifende und global-gerechte Interaktion von Mensch und Umwelt:
• Alexander von Humboldt hat das einfach und zugleich kongenial ausgedrückt: „Alles ist Wechselwirkung.“
• Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, der Co-Kurator der documenta 14, verdeutlicht uns mit seinem Dictum „Unlearning the Given“, dass es durchaus nicht immer nur um den Erwerb neuer Kenntnisse und Fähigkeiten geht, sondern auch darum, überkommene Kompetenzen oder Wertvorstellungen in Frage zu stellen – d.h. zu verlernen.
Kultur, Kreativität – ebenso wie die Fähigkeit zur Reflexion, das Erinnerungsvermögen und die Fähigkeit zur Sinnstiftung – das macht uns menschlich. Damit Kultur in Zukunft ihre strategischen Potentiale für eine ganzheitlich-nachhaltige Entwicklung entfalten kann, sollte sie als 18tes SDG verankert werden.
Moderation:
Dr. Matthias Henkel
(Leiter des Fachbereichs Museum | Stadtgeschichte | Erinnerungskultur, Bezirksamt Neukölln)
Dr. Friedrich Hinterberger
(Vizepräsident des Austrian Chapter des Club of Rome)
Uli Mayer-Johannsen
(future works – Deutsche Gesellschaft Club of Rome)



