VORSCHAU: Um|benennen – Neukölln und seine Straßennamen
Ausstellung
3. Juli 2026 bis 11. April 2027
Wie schaffte es Karl Marx gleich zweimal auf ein Neuköllner Straßenschild? Warum befindet sich das erste Frauenviertel ausgerechnet in Neukölln? Und wer sind eigentlich Mining und Lining?
Unsere neue Wechselausstellung beschäftigt sich mit den Straßen Neuköllns. In acht Kapiteln geben wir Einblick in die jeweiligen gesellschaftspolitischen und historischen Hintergründe, die zur Benennung bzw. Umbenennung von Straßen in Neukölln führten. Neben diesen historischen Kapiteln befassen wir uns auch mit aktuellen Fragestellungen zu den Namen von Straßen und Plätzen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf fünf prominenten Stadtquartieren im Bezirk.
Auch die Neuköllner Straßen sind nicht frei von Namensträger: innen, die durch ihr Denken und Handeln unseren heutigen demokratischen Grundverständnis nicht entsprechen. Politische Aushandlungsprozesse im Bezirksparlament reagieren auf entsprechende Forderungen aus der Zivilgesellschaft nach Straßenumbenennungen.
Eines wird deutlich: die Benennung von Straßen dient nicht nur der Orientierung im Stadtraum. Wir setzen damit auch Akzente der Wertschätzung im öffentlichen Raum, deren Wirkung wir nicht unterschätzen sollten.
Ein gemeinsames Projekt des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e. V. und des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen. Gefördert durch die LOTTO-Stiftung Berlin.
