Wäscherührstab

um 1920, Buchenholz, 60,5 x 7,3 x 2,2 cm
Spende: Alfred Gottwaldt, 2009


Mit diesem Wäscherührstab ist Kochwäsche im Waschkessel gewendet und aus der heißen Lauge gehoben worden. Er stammt aus dem Eisenwaren­handel Max Werk in der Hermannstraße. Bis in die Gründerzeit hinein waschen die Berlinerinnen ihre Wäsche an öffentlichen Waschplätzen an der Spree. Frauen aus bürgerlichen Haushalten lassen um 1900 ihre Wäsche von Waschfrauen erledigen oder bringen sie in eine Wäscherei. Ab den 1950er-Jahren wird vor allem in Gemeinschaftswaschküchen die Wäsche erledigt. Wer heute keine Waschmaschine besitzt, kann in den Waschsalon gehen.