Günter de Bruyn | Kindheit und Jugend in Britz
Zu den ersten Mietern der Britzer Neubauwohnungen zählte vor 100 Jahren auch die Familie des frisch geborenen Günter de Bruyn. In seinen Memoiren erinnert sich der als Außenseiter der DDR-Literatur bekannte Schriftsteller an die prägenden Erfahrungen seiner Kindheit und Jugend in den 1930er Jahren: an ländliche Idylle und mitreißende Modernität, familiäre Geborgenheit und die beängstigenden Zwänge der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft auf dem Weg in die Katastrophe, die viele der porträtierten Personen nicht überlebten und das ausgebombte Elternhaus in Trümmern zurückließ.
Weit mehr als ein nostalgischer Rückblick auf glückliche Kindertage, erzählt de Bruyn am Beispiel der eigenen Lebensgeschichte von alltäglicher Anpassung und Verweigerung unter totalitärer Herrschaft und der Einübung des individuellen Widerstands gegen kollektivistische Zwänge.
Wolfgang de Bruyn, Literaturwissenschaftler, Denkmalpfleger und Schriftsteller, ist der Sohn und Treuhänder der Günter-de-Bruyn-Stiftung. Er wird aus den Memoiren seines Vaters und eigenen Erinnerungen lesen und erzählen.
Die VHS-Veranstaltung findet im Schloss Britz in Kooperation mit der Kulturstiftung Schloss Britz statt.
Moderation: Henning Holsten
Eintritt frei
Zeit:
06. November 2026, 15:00–17:15 Uhr
Ort:
Festsaal im Schloss Britz
Alt-Britz 73
12359 Berlin