Filmabend und Künstlergespräch mit Michael Sowa | Schöne lange Löffel - Vom Hasen in der Kunst
Die filmische Dokumentation lädt ein zu einem Ausflug in die Hasen-Kunstgeschichte. In der Antike galt er als Glücksbringer, in der Renaissance begleitet er die Madonna, in den Jagd-Stillleben des Barocks taucht der Hase auf zwischen toten Tauben und erlegtem Wild – als Sinnbild für Vergänglichkeit - auf. Die wohl berühmteste Tierdarstellung der Kunsthistorie ist ein Hase: Albrecht Dürers "Feldhase" aus dem Jahr 1502.
Die Grundfrage des Films ist: Wieso ist ausgerechnet der Hase zu einer Projektionsfläche geworden, auf die man die verschiedensten Eigenschaften projezieren kann? Was hat er, dass er für so viele unterschiedliche Emotionen oder Verhaltensweisen steht? Der Charme des Langohrs strahlt jedenfalls bis in die Gegenwartskunst: Sigmar Polke spielt mit der Ästhetik der "Playboy-Bunnies", die Künstlerin Valérie Favre gibt ihren überdrehten Frauengestalten überdimensionale Ohren. Ein Designer-Kollektiv aus Weimar macht den Hasen zum Protagonisten für Experimente mit Künstlicher Intelligenz.
Die Dokumentation führt die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Dürer-Hasen in die Wiener Albertina und in den Louvre, in die Studios der Künstlerinnen Valérie Favre und Leiko Ikemura und des Illustrators Michael Sowa - und entdeckt dabei ein Herz für Hasen.
Zeit:
24. September 2026, 18:00–19:00 Uhr
Ort:
Festsaal im Schloss Britz
Alt-Britz 73
12359 Berlin